Welcher Weg trägt welchen Stil?

Die Beispiele stammen aus Testläufen mit einem lauten, dicht besetzten Stück. Welches es ist, bleibt offen: Es geht um das Verfahren, nicht um das Lied. Stand: Oktober 2026.

FORSCHUNG · BEITRAG 7Läuft

Welcher Weg trägt welchen Stil?

Vier Stile, sechs Wege, zwei Stücke: ein Probelauf soll zeigen, welcher Weg zu welchem Stil passt. Maßstab sind zuerst die Regelverstöße, dann das Urteil.

Begonnen 13.10.2026 · Zuletzt aktualisiert 17.10.2026

  • 4Stile
  • 6Wege vom Web-Modell bis zum Kompositor
  • 2Stücke von gegensätzlicher Dichte
  • 64Bilder von Hand, realistisch

Bisher entstanden alle fertigen Werke mit zwei Bildmodellen im Web. Ein lokal laufendes Modell mit eigener LoRA ist noch Experiment, und dazu kommt ein Kompositor, der Bilder ganz ohne Textübersetzung aus gesammelten Stempeln zusammensetzt. Welcher Weg zu welchem Stil passt, ließ sich aus dem Bestand nicht ablesen: Von rund sechzig Web-Bildern mit Stilangabe sind drei Pure und siebenunddreißig Emotional, bei manchen Paaren aus Weg und Stil gibt es null oder ein Bild.

Der Bestand vor dem Probelauf

Von rund sechzig Web-Bildern mit Stilangabe:

  • Pure3
  • Emotional37

Bei manchen Paaren aus Weg und Stil gibt es null oder ein Bild.

Bild im Stil Pure
Pure
Bild im Stil Emotional
Emotional
Bild im Stil Flow
Flow
Bild im Stil Genesis
Genesis

Die vier Stile, hier als Bilder des lokalen Modells aus der Gewichtungsreihe (Beitrag „Wie frei darf das Bildmodell sein?“).

Deshalb läuft ein Probelauf: vier Stile, sechs Wege, zwei Stücke von gegensätzlicher Dichte, überall derselbe Prompt. Maßstab sind zuerst die Regelverstöße, dann das Urteil, ob der Künstler das Bild als final wählen würde. Bewertet wird blind: Die Ampel bleibt verdeckt, bis alles beurteilt ist. Ergebnisse folgen erst nach der Auswertung.

Die Matrix: vier Stile, sechs Wege
Web-Modell, FließtextWeb-Modell, JSONzweites Web-Modell, Wortlaut 1zweites Web-Modell, Wortlaut 2lokales Modell mit SkizzeKompositor
Pureoffenoffenoffenoffenoffenoffen
Emotionaloffenoffenoffenoffenoffenoffen
Flowoffenoffenoffenoffenoffenoffen
Genesisoffenoffenoffenoffenoffenoffen
  • grün keine Verstöße, mindestens ein Bild, das als final gewählt würde
  • gelb Verstöße in höchstens einem Drittel der Läufe
  • rot Verstöße in mehr als einem Drittel der Läufe
Technischer Hintergrund

Die Matrix

Vier Stile (Pure, Emotional, Flow, Genesis) gegen sechs Wege: ein Web-Bildmodell mit Fließtext-Prompt, dasselbe mit JSON-Prompt, ein zweites Web-Modell mit zwei Prompt-Wortlauten (zwei Zellen, aber ein Modell: verglichen wird der Wortlaut, nicht die Technik), das lokale Modell mit Skizze und der Kompositor.

Neutrale Ausgangslage

Keine Overrides, Format 2:1, Stem-Set „Original“. Der Emotional-Text wird je Stück einmal festgelegt und für alle Wege wiederverwendet: Ohne ihn wären die Prompts von Pure und Emotional Zeichen für Zeichen gleich, der Vergleich zweier Stile wäre dann keiner.

Ablauf und Ampel

Screening mit einem Lauf je Zelle, danach Vertiefung mit drei Läufen, aber nur für grüne und gelbe Zellen. Das sind insgesamt 32 bis 96 Bilder von Hand, realistisch etwa 64; Kompositor und lokales Modell laufen im Stapel.

AmpelBedeutung
grünKeine Verstöße in allen Läufen und mindestens ein Bild, das als final gewählt würde.
gelbVerstöße in höchstens einem Drittel der Läufe; bei einem Lauf: sauber, aber nicht final.
rotVerstöße in mehr als einem Drittel der Läufe.

Geprüft werden Holztisch oder Raum, Rahmen oder Umrisse, gespiegelte oder falsche Zeitachse, durchgehende Bänder und Fremdfarben. Der Gesamteindruck als Schulnote (1 bis 6) wird mit erfasst, fließt aber nicht in die Ampel ein.

Reproduzierbarkeit

Die Web-Modelle haben keinen Startwert: Gleicher Prompt, anderes Bild. Darum zählt je Lauf das erste gelieferte Bild, und zu jedem Bild werden Zeitstempel, Modellbezeichnung und ein Prüfwert des Prompts festgehalten. Die Probebilder liegen getrennt von den Werken, damit sie weder die Dokumentation der Werke noch den Entstehungspfad verfälschen.

Die neutralen Prompts sind je nach Weg unterschiedlich lang: rund 3.800 bis 4.400 Zeichen beim Fließtext, bis etwa 6.900 beim JSON-Prompt, 1.500 bis 1.700 beim lokalen Modell. Die Länge wird zunächst nur beobachtet, eine eigene Kürzungsreihe folgt erst, wenn Stil und Weg geklärt sind, sonst vermischen sich zwei Effekte.