Vom Instrument zur Textur
Die Beispiele stammen aus Testläufen mit einem lauten, dicht besetzten Stück. Welches es ist, bleibt offen: Es geht um das Verfahren, nicht um das Lied. Stand: Oktober 2026.
Vom Instrument zur Textur
Jedes Instrument hat eine Farbe und eine Struktur, die in allen Bildern gleich bleiben. Wie wenig braucht eine Textur, um ein Instrument zu tragen, und wie viel Handschrift verträgt sie?
- 9Instrumente mit eigener Farbe und Struktur
- rund 150Texturproben im Bestand
- 3Entwicklungswege im Detail
- 1Farbe je Instrument, ohne Ausnahme
Jedes Instrument hat in Digifro eine Farbe und eine Struktur, und beide bleiben in allen Bildern gleich: Gelb ist die Gesangsstimme als Rautengitter, Blau der Bass als geriffelte Saite, Grün das Klavier mit harten, parallelen Kanten. Wie eine solche Struktur aussehen muss, damit man sie auf Anhieb dem Instrument zuordnet, findet der Künstler durch Ausprobieren. Die Sammlung umfasst heute rund 150 Texturproben.
Die Instrumentenfarben mit je drei Proben
- Lead Vocals · gelbRautengitter wie ein Mikrofongitter



- Backing Vocals · orangeweicheres, nebliges Rautengitter



- Gitarre · rotlange Doppelsaiten, wenige Bundstäbe



- Bass · blaugeriffelte Saiten, jede Insel schräg



- Kick · braundichter Filz



- Snare · schwarzviele kleine Federn nebeneinander



- Becken · grauKratzspuren



- Piano · grünharte, parallele Tastenkanten



- Synths · violettverschlungene Kabel



Drei Entwicklungswege

Frühe Probe 
Zwischenstufe 
Variante 
Genutzt

Frühe Probe 
Zwischenstufe 
Variante 
Genutzt

Frühe Probe 
Zwischenstufe 
Variante 
Genutzt
Aus diesen Proben setzt der Kompositor Bilder zusammen: eingefärbte Stempel je Instrument, ganz ohne Textübersetzung.
- Lead Vocals29
- Backing Vocals14
- Gitarre22
- Bass32
- Kick10
- Snare18
- Becken7
- Piano13
- Synths11
Technischer Hintergrund
Ein Instrument, eine Farbe
Das Monochromie-Gebot: Je Instrument gilt genau eine Farbe, ein Fremdton im Bild zählt als Regelverstoß. Beim Schlagzeug kommen im Zwölf-Kanal-Modus vier Farben dazu: Toms bordeaux (Kranz aus Spannschrauben-Strichen), HiHat türkis (Kammzähne in versetzten Reihen), Ride grau (Ringe mit Halo) und Crash pink (explosive Kratzbündel).
Woher das Vokabular kommt
Die Wörter, mit denen eine Textur beschrieben wird, stammen aus den Beschreibungen, mit denen die Digifro-LoRA trainiert wurde. Ändert sich ein Wort im Prompt, ändert sich oft die Textur im Bild: Aus „wire“ wurde „coiled metal springs“, weil das Modell sonst Drähte statt Federn malte. Texturen selbst sind fest, ihre Beschreibung darf sich ändern, aber erst nach Probeläufen und mit Entscheidung des Künstlers.
Proben als Stempel
| Instrument | Proben im Bestand |
|---|---|
| Lead Vocals | 29 |
| Backing Vocals | 14 |
| Gitarre | 22 |
| Bass | 32 |
| Kick | 10 |
| Snare | 18 |
| Becken | 7 |
| Piano | 13 |
| Synths | 11 |
Der Kompositor setzt aus diesen Proben Bilder zusammen, ganz ohne Textübersetzung: Er legt je Instrument eingefärbte Stempel auf die Inseln der Zeitachse. Gleicher Startwert und gleicher Fragebogen ergeben dasselbe Bild, ein Bild entsteht in fünf bis acht Sekunden.
